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18.06.2010

Hafenkonzept als Teil Nachhaltiger Entwicklung

BÖB schlägt der Politik Priorisierungen im Nationalen Hafenkonzept vor und fordert Finanzierungslinie ein

Berlin/Bonn, 18.06.2010, (BÖB) – auf Einladung des Referates für Nationale See-, Binnenschifffahrtspolitik und Hafenwirtschaft diskutierte der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Bonn) ein Nachhaltigkeitsszenario für die Binnenhäfen. Dies soll gemeinsam mit der Politik erarbeitet werden.

Der Ausgangspunkt für diese weiterführenden Überlegungen sind die Diskussionen zum Nationalen Hafenkonzept für See- und Binnenhäfen. „Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zusätzlicher Anforderungen an die Binnenhafenstandorte“, stellt der Ausschussvorsitzende Eberhard Weiß fest. Die Politik wünscht sich eine hohe Zahl moderner logistischer Knoten. „Einerseits beschäftigt uns die Frage des Klimawandels und die zukünftige Positionierung der Wasserstraßen im logistischen System“, stellt Weiß die Diskussionen dar. Gleichzeitig bieten die Binnenhäfen mit ihrer Anbindung an die drei Verkehrsträger Wasserstraße, Schiene und Straße Möglichkeiten zum ´Systemwechsel´, sodass Probleme im Wasserstraßennetz aufgrund von Niedrigwasserperioden ausgeglichen werden könnten.

Es bedarf nachhaltiger Konzepte, um das Kernnetz der Binnenschifffahrt leistungsfähig zu erhalten und durch die trimodale Anbindung gleichermaßen den Umstieg im Bedarfsfall kurzfristig zu realisieren.

Dass gerade angesichts dieser einmaligen Möglichkeiten mit einem entsprechenden Beschäftigungspotenzial an den Binnenhafenstandorten die Förderung zurückgefahren werden soll, stößt auf deutliches Unverständnis. Angesichts knapper Mittel sind Umschichtungen in der Verwaltung zwar notwendig um effizienter zu werden, dass aber Investitionsmittel gerade im Kombinierten Verkehr langfristig fehlen, stellt einen nachhaltigen Schaden dar.

Der BÖB ist daran interessiert und hat gegenüber dem Fachreferat WS 21 angeregt, im Rahmen des Masterplans Güterverkehr und Logistik und als Ergänzung zum Hafenkonzept einen „KV-Master“ zu entwickeln. Dieser soll die zukünftige Entwicklung des Kombinierten Verkehrs auf der Schiene und Wasserstraße abbilden und den Binnenhäfen als den zentralen Knoten beider Systeme entsprechende Haushaltsmittel zusichern.


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Leiterin Öffentlichkeitsarbeit


Anja Fuchs

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